Offen und aufgeschlossen sein, für andere da sein und auf die Bedürfnisse der anderen eingehen, das ist etwas, das Frauen besonders gut können. Die Nöte der besten Freundin, dafür haben wir doch bestimmt ein offenes Ohr, das schreiende Kind in der Nacht, als Mutter ist man sowieso ständig auf Empfang und wird beim ersten Piepsen aus dem Kinderzimmer wach.

Die Eltern sind schon etwas älter und brauchen unsere Unterstützung, natürlich keine Frage. Es geht ja um die Familie und da nehmen wir uns gerne Zeit. Im Kindergarten ist Sommerfest, na klar backen wir den Kuchen. In der Schule geht es um die Wahl der Klassenpflegschaft, auch da engagieren wir uns. Schließlich muss es ja einer machen. Dazu kommt dann noch der Basar in der Kirchengemeinde, die Einkäufe für die Nachbarin, das Mama-Taxi und der Chef, der noch am Freitagnachmittag ein paar Überstunden fordert und der Sportverein, der Freiwillige für die nächste Veranstaltung sucht.

Die Liste lässt sich beliebig vorsetzen. Stets sind wir für andere da und unsere eigenen Bedürfnisse bleiben oft auf der Strecke. Irgendwann kommt der Punkt, da hilft dann nur noch Abgrenzen.

Was steckt eigentlich hinter der Kunst sich abgrenzen? Im Grunde geht es darum, nicht mehr für ALLE und ALLES offen zu sein, sondern auch mal auf sich selbst zu schauen. Beim Abgrenzen geht es darum, die eigenen Grenzen zu bestimmen und zu definieren.

Für sich selbst klären, wie viel Einflüsse will man von außen hereinlassen und was soll besser draußen bleiben.

Abgrenzen ist ein Lernprozess, der nicht von heute auf morgen kommt, aber je besser man für sich selbst sorgt, desto einfacher wird es, dafür zu sorgen, dass die Einflüsse von außen draußen bleiben.

Draußen bleiben, das sollen auch die Wespen, wenn wir den Grillabend vorbereiten und die Schüssel schon mal auf den Gartentisch stellen. Draußen bleiben, das sollen auch Gerüche, wenn wir etwas in den Kühlschrank stellen. Der Vanille-Pudding soll möglichst auch am nächsten Tag nur nach Vanille schmecken und nicht so ähnlich wie der Käse nebenan. Das Overnight-Oat soll auch nach einer Nacht im Kühlschrank sein himmlisches Haferflocken-Aroma behalten und nicht schmecken, wie die halbe Gurke ein Fach tiefer.

Eine tolle Hilfe dazu bieten dir selbstgenähte Abdeckungen, die den Inhalt deiner Schüsseln schützen. Mittlerweile gibt es schöne dünne und weiche Stoffe für Regenbekleidung in vielen schönen Farbtönen. Wenn du die Schüsselabdeckung aus so einem Stoff nähst, ist der Inhalt deiner Schüssel fast so luftdicht verpackt, wie mit einer Plastikfolie. Und so ganz nebenbei kannst du auch noch Verpackungsmüll vermeiden.

Kostenlose Anleitung Schüsselabdeckung

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